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Die Debatte um den Schutz von Kindern und Jugendlichen in sozialen Medien gewinnt europaweit an Dynamik. Vor dem Hintergrund aktueller Vorstöße auf EU-Ebene hat die CSU-Landtagsfraktion Professor Dr. Jasmin Riedl als Expertin zum Austausch mit dem Fraktionsvorstand eingeladen. Riedl lehrt am Institut für Politikwissenschaft der Universität der Bundeswehr München und beschäftigt sich unter anderem mit gesellschaftlicher Polarisierung und Radikalisierungsprozessen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Risiken sozialer Medien für junge Menschen sowie die Frage, wie wirksamer Kinder- und Jugendschutz regulatorisch umgesetzt werden kann.
Fraktionsvorsitzender Klaus Holetschek:
„Beim Schutz von Kindern und Jugendlichen in sozialen Medien haben wir akuten Handlungsbedarf, gerade mit Blick auf den Gesundheitsschutz. Wir dürfen hier nicht länger zuschauen. Ein europaweit abgestuftes Modell mit klaren Altersgrenzen und verlässlicher Altersverifikation wäre ein wirksamer Beitrag, um Kinder und Jugendliche besser vor Suchtmechanismen, Cybermobbing und gefährlichen Inhalten zu schützen. Entscheidend ist, dass Plattformbetreiber Sicherheit nicht länger als freiwillige Zusatzleistung behandeln, sondern als verbindliche Pflicht. Wenn die Konzerne nicht ausreichend handeln, muss der Staat eingreifen.“
Dr. Stefan Ebner, digitalpolitischer Sprecher der CSU-Fraktion:
„Algorithmen offenlegen, Identifizierbarkeit durchsetzen, Kinder wirksam schützen: Genau dafür braucht es jetzt klare Regeln. Das vorgeschlagene Stufenmodell ist politisch klug, weil es Schutz und Differenzierung verbindet. Das geht am besten europäisch.“